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Sonntag 29.1.2012 4. -Woche

Was Jesus sagt, sagt etwas aus über Ihn selbst: Sein Verkünden ist ein Zeugnis Seiner selbst. So können wir den Beginn des Markusevangeliums lesen und hören: hier spricht jemand anders als es gewohnt ist mit den Schriftgelehrten ihrer Zeit. (Mk 1,21…). Diese Verkündigung in der Synagoge provoziert eine Opposition: "was haben wir mit dir zu tun? Ich weiss wer du bist, der Heilige Gottes". Das kann zum einen die Haltung jener sein, die ihre Religion bedroht sehen und ihn Jesus einen Revoluzer vermuten, der alles umkrempeln will; das kann die Erfahrung sein, dass Jesu Art des Verkündens den Menschen an seiner Wunde berührt, die er bislang verborgen halten konnte, nun muss er "Farbe bekennen"; wie auch immer: Jesus Wort lässt nicht unberührt und macht betroffen. Ist es heute anders? Nein, wo das Wort aufgenommen wird als Wort des Lebens "an mich gerichtet, uns betreffend", wo es bewahrt und befolgt wird, da kann Gottes Geist und Liebe wirken, heilen, aufrichten, frei machen, retten, erlösen, froh machen. Wo es nur gehört wird und dann wieder ins Dunkel verschwindet, da hat es kaum Chance. "Achte darauf, wie du hörst, und du wirst merken, in welcher Art du Christ bist oder wirst".

Jean Pohlen